Full text: Empreintes 05

22 
dickes gestreiftes Mahagonisägefurnier aufgeleimt worden, 
um dem Schrank nach außen ein einheitliches Erscheinungs- 
bild zu verleihen. Durch das Aufleimen unterschiedlich star- 
ker Hölzer verzogen sich im Laufe der Jahre die Türen. 
Die 6 mm breiten Messingumrahmungen, in die die an den 
Rändern abgeschrägten Glasscheiben und Spiegel eingelas- 
sen sind, waren so stark verschmutzt und durch das Ein- 
wirken von Feuchtigkeit angelaufen, dass sie auf den ersten 
Blick wie die Stege einer Bleiverglasung wirkten. 
DiE	RESTAURiERUNGSARBEiTEN 
Die zahlreichen Schäden machten umfangreiche Restaurie- 
rungsmaßnahmen erforderlich. Da der Lack auf den obe- 
ren Abdeckplatten zum Teil bis auf das Furnier abgenutzt 
war, musste der verbliebene Lack mit einem Lösungsmittel 
abgenommen werden. Die Einlegeböden wiesen dieselben 
Abnutzungserscheinungen auf, weshalb auch die dort noch 
vorhandenen Lackreste abgeschliffen wurden. Anschließend 
konnten neue Lackschichten aufgebracht werden. 
Bei den weniger geschädigten Frontpartien wurde hingegen 
aus konservatorischen Gründen auf eine Neulackierung ver- 
zichtet. Um die historische Oberfläche zu erhalten und einer 
möglichen Unverträglichkeit verschiedener Lacke vorzubeu- 
Abb.	2 Spiegelelemente und Ablagefläche des Vitrinenschrankes vor der 
Restaurierung (© MNHA, Foto Ben Muller) 
Abb.	3 Gleiches Detail nach der Restaurierung mit aufgearbeiteten Lackflächen 
und polierten Messingeinfassungen (© MNHA, Foto Ben Muller) 
Abb.	4 Abgesägtes Standbein, unbehandelte Frontfläche und Fenster mit 
Messingrahmen (© MNHA, Foto Ben Muller) 
Abb.	5 Gleiches Detail nach der Restaurierung mit ergänztem Standbein 
(© MNHA, Foto Ben Muller)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.