Full text: Empreintes 03

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Empreintes 
2010 
ren 1926 („Löwen“-Mosaik) und 1950/51 („Vexiermasken“- 
Mosaik) ein breit gefächertes römisches Fundspektrum. 
Ergänzt wurde die Ausstellung durch Schenkungen kunstin- 
teressierter Bürger, die Fundstücke aus allen Epochen bis hin 
zur Neuzeit bereitstellten (Abb.	2	und	3). 
Immer wieder wurden römische Kleinfunde, Münzen, römi- 
sche Spolien und Mauerreste in Diekirch entdeckt, so wie am 
14.07.1926 die Aufsehen erregende Entdeckung eines farbi- 
gen römischen Mosaiks. Bei Ausschachtungsarbeiten für eine 
Benzinzisterne zwischen der Gleisanlagen der Kantonal- 
bahn 5 
Diekirch–Vianden (im Volksmund „Benny“ genannt) 
im Kreuzungsbereich der Esplanade und dem Mühlenweg 
stießen Bauarbeiter auf Mosaiksteinchen und Mauerres- 
te. Zu spät bemerkte ein Arbeiter, dass er im spätantiken 
 3 
 Ausstellungskatalog „Die Römer an Mosel und saar“ 1983, s. 17: „Der 
Moselfluss durchzieht ihr Gebiet von der mediomatrischen Grenze bei 
Diedenhofen bis zur Einmündung in den Rhein, während im Westen die Maas, 
im osten, nach der Einrichtung der obergermanischen Provinz, die Nahe 
und der Hunsrückkamm eine natürliche Grenze bilden. Große Gebietsanteile 
des nördlichen Hunsrücks und auch der Eifel waren mit ihrer treverischen 
Bevölkerung den beiden germanischen Grenzprovinzen, spätestens am Ende 
des 1. Jh. n. Chr. zugeschlagen worden. 
  in dem stammesgebiet der Treverer (heute in den politischen staaten und 
Bundesländern südostbelgien, Prov. Luxembourg, dem Großherzogtum 
Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland, Bundesland Rheinland- 
Pfalz mit den Regierungsbezirken Trier und Koblenz, dem Restkreis des 
Fürstentums Birkenfeld und den westlichen Teilen des saarlandes) lassen über 
200 Höhenbefestigungen auf die regionale und soziale Gliederung schließen.“. 
 4 
 Auf Einladung der stadt wurde im Jahre 2005 vor ort mit dem zuständigen 
Konservator der römischen sektion des Nationalmuseums für Geschichte und 
Kunst, Herrn Krier, und dem Verfasser Abbau und Abtransport der umfangrei- 
chen römischen Exponate besprochen. Bei der Begutachtung der objekte vielen 
die signifikanten schäden an beiden römischen Mosaiken auf. Hervorgerufen 
wurden diese zum einen durch die hohe Kellerluftfeuchtigkeit und zum an- 
deren in Verbindung mit dem hydrophoben Träger- und Ergänzungsmaterial 
Gips, welches in den Restaurierungsjahren 1951-1954 verarbeitet wurde. Die 
im Gips gespeicherte Boden- und Luftfeuchtigkeit zermürbte in dem kurzen 
zeitraum von 50 Jahren die ohnehin schon angegriffenen Mosaiksteinchen. 
 5 
 Am 09.04.1889 wurde die dieselbetriebene schmalspurbahn, im Volksmund 
„Benny“ genannt, in Betrieb genommen und am 02.05.1948 wieder eingestellt. 
www.onlineenzyklopaedie.de/.../chemins_de_fer_luxembourgeois.html: „Den 
Namen "Jangeli" lieferte der Promotor der Felser Bahn, der Felser Tuchfabrikant, 
Bürgermeister und Abgeordneter Jean Knaff. (Jean = Jang). Der Echternacher 
  1 
 Herr 1985, s. 33: „Unsere Gegend war das nördlichste Weinbaugebiet, bis 
1709 die Reben einem außergewöhnlich harten Winter zum opfer vielen und 
nicht mehr neu angepflanzt wurden. Der Wein muss übrigens bei uns ziemlich 
sauer gewesen sein, …“. 
 2 
 Musée info 12/1992, s. 34: „Die neolithischen Funde von Diekirch sind insofern 
von großer Bedeutung, als dass sie nicht nur für die erste Hälfte des 5. Jahrtausends 
v. Chr. die Präsenz einer größeren siedlung in der Diekircher Tallandschaft bele- 
gen; sie geben auch zusätzliche wertvolle Hinweise zu den Handels beziehungen 
im Jungsteinzeitlichen Europa“. siehe auch Herr 1985, s. 14 ff. 
Abb.	4		Postkartenblick in die Baugrube für die Benzinzisterne 1926: Links im Nebenraum 2 das „Löwen“-Mosaik mit einem Durchgang zum benachbarten Hauptraum 1 
mit dem größenteils zerstören „Apsis“-Mosaik. Mittig auf dem Mauerstumpf geborgene Reste der freigelegten Warmluftfußbodenheizung und rechts daneben auf dem 
tiefer gelegenen und erhaltenen Mosaikrahmenrest eine Holzkiste mit aufgelesenen Mosaiksteinchen.
	        
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