Full text: MuseoMag 2024_01

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MuseoMag   N°I 2024 
Edward Steichen (1879–1973). Photographs from the Collection at MNAHA in Luxembourg wird noch bis zum 28. Januar im 
Museum of Photography in Krakau gezeigt. 
STEICHEN „RELOADED“: 
VON KRAKAU NACH LUXEMBURG 
Nach einer monografischen Präsentation von Steichens Originalwerken aus unserer 
Sammlung in Polen, zeigt das Nationalmusée um Fëschmaart aktuellste Erwerbungen 
Der in Luxemburg geborene amerikanische Künstler 
Edward Steichen (1879-1973) zeichnet sich durch eine 
lange und vielseitige Karriere aus: Er war Maler, 
Designer und Pionier des Piktorialismus in der 
Fotografie, ein Künstler, der Abstraktionen und 
Fotomontagen schuf, ein Dokumentarfilmer, Heraus- 
geber von Lifestyle-Magazinen, Ausstellungskurator 
und leidenschaftlicher Gartenbaukünstler; er war als 
Kriegs-, Luftfahrt-, Mode- und Werbefotograf tätig. 
Edward Steichen bewegte sich in Kreisen einiger der 
renommiertesten Persönlichkeiten seiner Zeit und 
war Mitverfasser der Geschichte zeitgenössischer 
Fotografie und Museologie. Fünfzehn Jahre lang übte 
er das Amt des Direktors für Fotografie am Museum 
of Modern Art in New York (MoMA) aus. Eine seiner 
größten Errungenschaften war die 1955 weltweit 
gezeigte Ausstellung The Family of Man. Sie ist die 
einzige Ausstellung, die in das UNESCO-Programm 
Memory of the World aufgenommen wurde und 
heute als Dauerausstellung in Clervaux zu sehen ist. 
EINE PREMIERE IN POLEN 
In Zusammenarbeit mit dem MNAHA hat das neu 
eröffnete Nationalmuseum für Fotografie in Krakau 
(MuFo), dem einzigen seiner Art in Polen, diesem 
großen Künstler nun eine Ausstellung gewidmet. 
Die Ausstellung, die noch bis zum 28. Januar 2024 
im MuFo gezeigt wird, ist die erste monografische 
Präsentation von Steichens Originalwerken in Polen 
überhaupt. Sie umfasst nicht weniger als 80 
Vintage-Abzüge, die mit Hilfe meiner Kollegen 
vom MNAHA für den Transport vorbereitet und im 
MuFo installiert wurden. Der Kurator der Ausstel- 
lung im MuFo, Dominik Kuryłek, hat in Absprache 
mit unserer Abteilung für Bildende Künste ein 
breites Themenspektrum für die Schau ausgewählt. 
Er bemerkte dazu: „Wir zeigen eine Auswahl von 
Fotos, die zwischen 1899 und 1959 entstanden sind, 
80 Gelatinesilberabzüge, die von Steichen selbst 
angefertigt wurden. Angesichts seines Einflusses 
auf die Welt der Fotografie ist es erstaunlich, dass 
Polen zum ersten Mal eine komplett monografische 
Ausstellung mit Steichens eigenen Werken präsen- 
tiert. Das Museum für Fotografie ist bestrebt, seinem 
Publikum einige der wichtigsten Phänomene des 
Genres vorzustellen. Diese Ausstellung, in der die 
Werke eines der größten Fotokünstler aller Zeiten 
gezeigt werden, ist das perfekte Exempel dafür.“ 
© MuFo
	        
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