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MuseoMag 2025_01

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Metadata

fullscreen: MuseoMag 2025_01

Periodical

Title:
MuseoMag

Periodical volume

Title:
MuseoMag 2025_01

Article

Title:
Luxemburger Silber to go ? : Eine Deckelschale des Goldschmieds Johann Heinrich Poelcking aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Contents

Table of contents

  • MuseoMag
  • MuseoMag 2025_01
  • Sommaire
  • Editorial
  • Que reste-t-il de nos oeillets ? : Rétrospective sur une année charnière pour le musée qui couronne en beauté le jubilé du 25 avril 1974 par la prolongation de ses deux expositions jusqu'au 12 janvier 2025
  • Let's talk about art: An invitation to ask questions about modern and contemporary art
  • Dudelange au plus près de l'homme : Coup de projecteur sur la programmation que les centres d'art partenaires de l'ancienne "Forge du sud" consacrent à Marc Henri Reckinger
  • Luxemburger Silber to go ? : Eine Deckelschale des Goldschmieds Johann Heinrich Poelcking aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
  • "La pensée doit cheminer au regard de l'oeuvre" : Entretien avec Noël Dolla, artiste pionnier du mouvement Supports/Surfaces
  • Introducing Siggi and Fortress fun: A new experience for young adventurers at the Musée Dräi Eechelen
  • Wrestling with queerness: Francis Bacon's Two Figures
  • Exploring synergies in digital humanities: Digital Days 2024: First edition in Luxembourg and Dudelange
  • "D'Haus verléiert näischt !" : Alte wiederentdeckte Dokumente vervollständigen das Austellungsarchiv
  • A female painter from Strasbourg steps into the limelight: Acquiring paintings by Monique Daniche
  • Unveiling hidden stories: Scientific imaging reveals Jan De Bray's artistic process
  • Un nouveau joujou surnommé "machine à popcorn" : Le musée s'est depuis peu doté de moyens redoutables pour le combat écologique des nuisibles : Focus sur un procédé à air chaud sous humidité controlée
  • Crafting stories from the archives: Creative writing at the museum
  • Bon à savoir

Full text

12 
MuseoMag   N°I 2025 
Die neuerworbene Silberschale erhielt die Inventarnummer 2024-038/001 und wird aktuell noch im Depot verwahrt. Sicher- 
lich findet sie bald einen gebührenden Platz im Museum. 
LUXEMBURGER SILBER TO GO? 
Eine Deckelschale des Goldschmieds Johann Heinrich Poelcking aus der 
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts 
Sie ist formal in einem klassizistisch anmutenden 
Stil gehalten und präsentiert sich mit einem genau- 
so schlichten wie edlen Aussehen. Aufwendigster 
Schmuck der Silberschale, die das Luxemburger 
Nationalmuseum für Archäologie, Geschichte und 
Kunst kürzlich erwerben konnte, ist der Knauf ihres 
Deckels. Er wurde als fein gearbeitete und vergol- 
dete Birne mit zwei Blättern ausgestaltet – ein für die 
zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts typisches Zier- 
motiv. Sie ist zu klein, um als Gemüseschüssel oder 
Suppenterrine gedient zu haben, zu groß für eine 
Bonbonniere. Es fällt zudem auf, dass der Deckel 
nicht nur locker auf der Schale aufliegt, sondern als 
Steckdeckel exakt eingepasst wurde. Wozu könnte 
dieses Gefäß, das ohne Standfüße auskommt, aber 
über zwei seitlich angebrachte, stilistisch auf den 
Barock zurückweisende Griffe verfügt, ursprünglich 
gedient haben? 
EINE WOCHENSCHÜSSEL 
Womöglich handelt es sich um eine jener Wochen- 
schüsseln bzw. Wöchnerinnenschalen, welche ur- 
sprünglich dazu gedacht waren, eine zubereitete, 
eventuell gar warme Mahlzeit einer jungen Mutter 
zu bringen, die nach der Geburt ihres Kindes das 
Wochenbett hüten und erst wieder zu Kräften kom- 
men musste. Die Deckel dieser Schalen to go dienten 
dem Warmhalten der Speisen, die andernorts ge- 
kocht worden waren, und umgedreht zugleich als 
Teller. Die Oberseite des Deckels der neu erworbe- 
nen Schale ist so flach, dass sie tatsächlich als 
Standfläche des Tellers tauglich gewesen wäre. 
Dies verhindert jedoch der Knauf, der auch nicht 
als Standbein ausgeführt wurde, was ebenfalls eine 
nicht untypische Lösung gewesen wäre. Wurde die 
Birne eventuell nachträglich als Zierde angebracht? 
Dies ist nicht ausgeschlossen, jedoch eher unwahr- 
scheinlich. Dennoch erlauben die allgemeine Aus- 
gestaltung, insbesondere die für eine Portion be- 
stimmte Größe mit einem Durchmesser von etwa 
sechzehn Zentimetern, der für einen Transport ge- 
eignete Deckel und die dafür ebenfalls praktischen 
Henkel, sich die Frage nach einer ursprünglichen 
Nutzung des Gefäßes als Wochenschüssel zu stellen. 
Denn sie erfreuten sich – und das ist ein weiteres 
Argument für diese These – im 17. und vor allem 18. 
Jahrhundert, also der Entstehungszeit des rezenten 
Ankaufs, großer Beliebtheit. 
© 
mnaha 
/ 
tom lucas
	        

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