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MuseoMag 2023_04

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Metadata

fullscreen: MuseoMag 2023_04

Periodical

Title:
MuseoMag

Periodical volume

Title:
MuseoMag 2023_04

Article

Title:
Vom Schatten der Schwingen zu den Strassen der Stadt : Was die neue Austellung im Musée Dräi Eechelen mit uns zu tun hat

Contents

Table of contents

  • MuseoMag
  • MuseoMag 2023_04
  • Sommaire
  • Editorial
  • Vom Schatten der Schwingen zu den Strassen der Stadt : Was die neue Austellung im Musée Dräi Eechelen mit uns zu tun hat
  • Introducing the Lëtzebuerger Konschtlexikon: A new online dictionary for the visual arts
  • Venez explorer des sources insoupçonnées : Réception de toutes premières archives d'artistes
  • Un nouveau Koekkoek pour nos collections : Le MNAHA a récemment pu acquérir un second tableau de la série des paysages luxembourgeois commandés par le Roi Guillaume II des Pays-Bas, Grand-Duc du Luxembourg
  • Le contre-la-montre est lancé ! : Notre action de crowdfunding Klammt mat an d'Course ! dépasse toutes nos attentes
  • Que serait un champion sans sa médaille ? : Les décorations sportives décortiquées par le Cabinet des Médailles
  • "Every series has a Lady Gaga touch": The photographic world of Bruno Oliveira
  • Ondes, reflets et lumière : Le processus d'oxydation chez Arthur Unger décortiqué à l’œil nu
  • Sur les traces des biens juifs spoliés : Un travail de recherche de provenance est en cours au MNAHA
  • Destination Ausstellungsarchiv : Alltag im Museumsarchiv des Musée national d'archéologie, d'histoire et d'art
  • "Ënner eis : Et ass bëssi langweileg hei..." : Eng Taass Téi mam... Adam Sigmund von Thüngen
  • "Alles fir d'Festung" : In memoriam - Änder Bruns (1958-2023)
  • Bon à savoir

Full text

5 
N°IV 2023   MuseoMag 
Jakob van Schuppen (1670–1751) (zugeschrieben), Kaiser 
Karl VI. (1685–1740), um 1715, Öl auf Leinwand, 95,5 × 77,5 cm, 
Sammlung des M3E/MNAHA 
© 
mnaha 
/ 
tom 
lucas 
KAISER KARL VI. IN WIEN 
Kaiser Karl VI. hat weder Luxemburg noch die 
Niederlande jemals besucht. Überhaupt reist er 
wenig und wenn, dann zwischen seinen Residenzen, 
vornehmlich der Hofburg in Wien und Schloss Laxen- 
burg im Umland. Karl ist kunstbegeistert, geht ver- 
schiedenen Sammelleidenschaften nach – so etwa 
im Bereich Numismatik – und wird einen beträcht- 
lichen Teil zur Sammlung des heutigen Kunsthisto- 
rischen Museums in Wien beitragen. 
Der frühzeitige Tod seines Vaters Leopold I. und 
seines Bruders Joseph I. in den Jahren 1705 und 
1711 verhelfen Karl zur Macht. Ganz im Gegensatz zu 
seinem bisherigen Leben, das in einer prunkvollen, 
aber umfriedeten Welt stattgefunden hat, herrscht 
er nun als Karl VI. über ein Imperium, das sich von 
Ostende bis Neapel und von den Niederlanden bis 
zum Balkan erstreckt. 
PRINZ EUGEN VON SAVOYEN, 
SEIN GENERALISSIMUS 
Im Westen dieses gewaltigen Reiches konzentriert 
sein engster militärischer Berater, der legendäre 
Feldherr Prinz Eugen von Savoyen, die Außen- 
politik auf die Sicherung der Festung Luxemburg. 
Karl VI. ernennt ihn zum Statthalter der Österrei- 
chischen Niederlande, doch Eugens Dienste sind 
am anderen Ende des Reiches vonnöten. Er zieht in 
den erneut entbrannten Türkenkrieg und lässt sich in 
Brüssel fortwährend vertreten. 
Im Krieg knüpft der Generalissimus Eugen ein 
Netzwerk aus verdienten Veteranen. Er macht sie 
zu seinen Protegés und kann so als graue Eminenz 
überall im Reich Einfluss nehmen – auch in Luxem- 
burg, wo die Kommandanten ehemalige Weg- 
gefährten sind. Der Generalissimus versteht es glän- 
zend, ebenfalls lokale Adlige für sich zu gewinnen, 
wie den bedeutenden Jean-Frédéric d’Autel. 
Eugen sieht in Luxemburg ein Bollwerk gegen den 
drohenden Krieg mit Frankreich. An der Spitze des 
mächtigen Hofkriegsrates Karls VI. in Wien drängt er 
auf den Ausbau der Festung. Zusammen mit Karl VI. 
regiert er aus der Ferne. 
STATTHALTERIN MARIA ELISABETH 
IN BRÜSSEL 
Mit der Erzherzogin Maria Elisabeth, der älteren 
Schwester des Kaisers, hält ein Mitglied der Habs- 
burger Dynastie Einzug in die Niederlande, zu denen 
Luxemburg gehört. Sie regiert nun in Karls Namen 
AUSSTELLUNG 
in Brüssel. Als Statthalterin und oberste Verwal- 
terin des wichtigen Reichsteils unterzeichnet sie 
sämtliche Bauaufträge für die Festung, schlichtet 
Streit zwischen den bürgerlichen und militärischen 
Instanzen, unterzeichnet die Ernennungen der 
Kommandanten. 
Die äußerst intelligente und tiefgläubige Frau 
agiert auf der politischen Bühne souverän und im 
Einvernehmen mit den stolzen Adligen. Sie schafft 
es, die Herrschaft der österreichischen Habsburger 
nach der schwierigen Übergangsphase unter Eugen 
zu konsolidieren. Ihr Hof vereint einflussreiche Adlige 
aus den Niederlanden und dem Reich und verheißt 
einigen Luxemburgern, die ihr als Pagen dienen, eine 
zukünftige Karriere. 
FRIEDRICH AUGUST VON HARRACH, 
IHR OBERSTHOFMEISTER 
Die bedeutendste Persönlichkeit an Maria Elisabeths 
Hof ist ab 1733 der Obersthofmeister Friedrich 
August von Harrach. Sein Lebensweg als Spitzen- 
diplomat ist vorgezeichnet: Der gewandte Protegé 
Eugens stammt aus einer der einflussreichsten 
Wiener Familien, genießt eine Ausbildung, bzw. 
Kavalierstour, mit Stationen in Paris, Lyon, Rom und
	        

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