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Empreintes 05

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Metadata

fullscreen: Empreintes 05

Periodical

Title:
Empreintes

Periodical volume

Title:
Empreintes 05

Article

Title:
Beispielhafte Konservierungsarbeiten während der Modernisierung des Wiltheim-Flügels

Contents

Table of contents

  • Empreintes
  • Empreintes 05
  • Sommaire
  • Ägyptische Schätze - wiederentdeckt, restauriert, erforscht : Das Musée national d'histoire et d'art Luxembourg und die Ägyptologie der Universität Trier starten ein gemeinsames Projekt zur Veröffentlichung der in Luxemburg befindlichen ägyptischen Sammlung
  • Beispielhafte Konservierungsarbeiten während der Modernisierung des Wiltheim-Flügels
  • Comment être de son temps ?
  • Eine silberne Dose für Tee : Die Neuerwerbung einer Luxemburger Goldschmiedearbeit aus dem 18. Jahrhundert für die Abteilung Kunsthandwerk und Volkskunst
  • Die Restaurierung eines Vitrinenschrankes aus der Zeit des Art déco
  • Un début de constitution de collections publiques au Luxembourg : Le musée du Département des Forêts non réalisé
  • Le diptyque du Christ couronné d'épines et de la Mater dolorosa du Musée national d'histoire et d'art de Luxembourg : une oeuvre exceptionnelle et inédite d'Albrecht Bouts
  • Le traitement de conservation et de restauration du diptyque du Musée national d'histoire et d'art du Luxembourg : Le Christ couronné d'épines et la Mater dolorosa attribué à Albrecht Bouts : Un rapprochement vers la fonction et l'unité originelle
  • "Consolatrix Afflictorum", Eine Kopie für den Service des Sites et Monuments Nationaux
  • Un habit de lumière : La polychromie d'une statue de la Consolatrice des Affligés
  • Un panneau en laque de Jean Dunand (1877-1942) découvert dans la Villa Louvigny
  • Expositions temporaires 2012-2014
  • Acquisitions et dons 2010-2014 : quelques objets choisis
  • Les Amis des musées d'art et d'histoire Luxembourg

Full text

7 
Empreintes 
2014 
de rénovation de la Vieille Ville (FRVV). Dieser übernahm die 
Gesamtleitung und Finanzierung der Baumaßnahmen und 
ermöglichte auch die Realisierung einiger anspruchsvoller 
Konservierungsprojekte. Anhand eines Rundgangs durch die 
Gebäude, im Keller beginnend, werden ausgewählte Projekte 
zeitchronologisch erläutert. 
HAUS	8A 
Für die Entwicklung der Stadt zu einem Mittelzentrum trug 
maßgeblich Graf Johann der Blinde (Jang de Blannen) im Jah- 
re 1340 bei, indem er einen überregionalen Markt, die Scho- 
bermesse, einführte. Der wirtschaftliche Aufschwung zeigte 
sich später z.B. in den spätgotischen Steinmetzarbeiten am 
Haus 
8a2. 
Selbstbewusst stellte der Stadtadel seinen gewon- 
nenen Reichtum nach außen zur Schau, indem die besten 
Steinmetze der Region den Türsturz mit wunderschönen 
Wappensteinen verzierten. 
Ein gewisser Wohlstand zeigt sich aber auch schon um 1300 
in dem gut erhaltenen spätromanischen, bzw. frühgotischen 
Kreuzgewölbekeller 
S1.073 (Abb.	2). Die alten Eisenträger für 
die umfangreiche 
Takensammlung4 
wurden entfernt, auch 
die weit in die Mauer eingelassenen Eisenstangen. Denn 
durch deren Korrosion hätten langfristig erhebliche Schäden 
an der seltenen Bausubstanz entstehen können. Leider sind 
Teile des Originalverputzes in rasa pietra-Technik auch noch 
im Zuge der aktuellen Sanierung entfernt worden, so dass sie 
heute nur noch am Gewölbe selbst erhalten ist. In mittelalter- 
lichen Burgen wurde oft der rasa pietra-Verputz (= verstriche- 
ner Stein) angewendet. Bei dieser Technik wurde der Mörtel 
zwischen den einzelnen Mauersteinen verstrichen, bis die 
Mauer eine nahezu ebene Fläche bildete, die Steinköpfe je- 
doch unbedeckt blieben. Bei den notwendig gewordenen Er- 
gänzungen hat man sich an diese alte Technik angepasst. 
Auf Kelchkapitellen ruhen kräftige Gurtbögen und umwöl- 
ben den Raum für einen großen Vorratskeller. Mittig werden 
diese Gurtbögen von einer einfachen Säule, bestehend aus 
Sockel, Plinthe, Basis, Schaft, Halsring und Walzenkapitell, 
getragen. Ein jüngeres vergleichbares Beispiel für einen go- 
tischen Kreuzgewölbekeller aus dem späten 14. bzw. frühen 
15. Jahrhundert findet sich im Raum 16, Niveau 1 des Stadt- 
geschichtlichen Museums von 
Luxemburg5. 
HAUS	8B 
Die enge und verschlungene Parzellierung der einzelnen 
Häuser wurde über die Jahrhunderte aufgegeben. Man führte 
die Häuser 8a, b und c zu einem repräsentativen Gebäude zu- 
sammen. Aus statischen Gründen wurden nicht alle Wände 
entfernt oder versetzt und die ursprünglich verschachtelten 
Hausgrundrisse blieben so nach der Neuausrichtung ables- 
bar. Durch einen später hinzugefügten Ausgang gelangt man 
über eine Treppe aus dem Keller von Haus 8a in einen Flur 
0.12 und in den rückwärtigen Teil, zum Haus 8b. 
Hier im Erdgeschoss konnte im Raum 0.06 an der nord- 
östlichen Außenmauer, bei Schlitzarbeiten für die Elektrolei- 
tungen, ein fein profiliertes gotisches Zwillingsfenster, bzw. 
Abb.	2 Spätromanischer, bzw. frühgotischer Kreuzgewölbekeller mit rasa pietra - 
Verputz und Kelchkapitellen im Haus 8a. Foto Tom Lucas MNHA, 2014 
1 
 MOUSSET Jean-Luc, Contribution à l’étude de quelques maisons de la rue 
Wiltheim, in: Le passé recomposé. Archéologie urbaine à Luxembourg, Expo- 
sition organisée par le Musée national d’histoire et d’art en collabora tion avec 
le Fonds de rénovation de la Vieille Ville et le Service des Sites et Monuments 
nationaux, Luxemburg 1999, S. 107-119. 
2 
 FiSCHER Rainer, REiNERT François, Ein hölzernes Ess- und Trinkgeschirr- 
Ensemble des 14. Jahrhunderts aus der Altstadt von Luxemburg, in: Musée 
info Nr. 7, 1993, S. 25 und 26; MOUSSET 1999, S. 109. 
3 
 Die Raumnummerierung bezieht sich auf die Pläne des Architekturbüros 
Architecture et Environnement aus Luxemburg, das die aktuellen Umbaumaß- 
nahmen im Auftrag des FRVV geplant hat. 
4 
 Die Taken-, Kamin- und Ofenplatten leiteten nicht nur in den alten Bauern- 
häusern die Wärme des offenen Feuers in der Küche zur Stube. 
 5 
 GODDARD Evamarie, Die Gebäude des Stadtmuseums, Eine historisch-ar- 
chäologische Analyse, 1998, S. 24 ff.
	        

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