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mirador

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Metadata

mirador: mirador

Periodical

Title:
Empreintes

Periodical volume

Title:
Empreintes 05

Article

Title:
Ägyptische Schätze - wiederentdeckt, restauriert, erforscht : Das Musée national d'histoire et d'art Luxembourg und die Ägyptologie der Universität Trier starten ein gemeinsames Projekt zur Veröffentlichung der in Luxemburg befindlichen ägyptischen Sammlung

Contents

Table of contents

  • Empreintes
  • Empreintes 05
  • Sommaire
  • Ägyptische Schätze - wiederentdeckt, restauriert, erforscht : Das Musée national d'histoire et d'art Luxembourg und die Ägyptologie der Universität Trier starten ein gemeinsames Projekt zur Veröffentlichung der in Luxemburg befindlichen ägyptischen Sammlung
  • Beispielhafte Konservierungsarbeiten während der Modernisierung des Wiltheim-Flügels
  • Comment être de son temps ?
  • Eine silberne Dose für Tee : Die Neuerwerbung einer Luxemburger Goldschmiedearbeit aus dem 18. Jahrhundert für die Abteilung Kunsthandwerk und Volkskunst
  • Die Restaurierung eines Vitrinenschrankes aus der Zeit des Art déco
  • Un début de constitution de collections publiques au Luxembourg : Le musée du Département des Forêts non réalisé
  • Le diptyque du Christ couronné d'épines et de la Mater dolorosa du Musée national d'histoire et d'art de Luxembourg : une oeuvre exceptionnelle et inédite d'Albrecht Bouts
  • Le traitement de conservation et de restauration du diptyque du Musée national d'histoire et d'art du Luxembourg : Le Christ couronné d'épines et la Mater dolorosa attribué à Albrecht Bouts : Un rapprochement vers la fonction et l'unité originelle
  • "Consolatrix Afflictorum", Eine Kopie für den Service des Sites et Monuments Nationaux
  • Un habit de lumière : La polychromie d'une statue de la Consolatrice des Affligés
  • Un panneau en laque de Jean Dunand (1877-1942) découvert dans la Villa Louvigny
  • Expositions temporaires 2012-2014
  • Acquisitions et dons 2010-2014 : quelques objets choisis
  • Les Amis des musées d'art et d'histoire Luxembourg

Full text

4 
In den Sammlungen des Luxemburger Nationalmuseums 
für Geschichte und Kunst (Musée national d’histoire et d’art 
Luxembourg, MNHA) befindet sich eine kleine Gruppe bemer- 
kenswerter ägyptischer Objekte. Diese Gegenstände wurden 
der Section Historique de l’Institut Grand-Ducal 
1 
während der 
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von mehr oder weni- 
ger bekannten Persönlichkeiten des Großherzogtums ge- 
schenkt. Sie spiegeln somit das große Interesse, welches dem 
„Land der Pharaonen“ spätestens seit dem Ägypten-Feldzug 
Napoleons (1798-1801) auch in Luxemburg entgegenge- 
bracht wurde. Abgesehen von zwei gut erhaltenen Mumi- 
enfragmenten fanden diese Luxemburger Ägyptiaca in der 
Ausstellung des Nationalmuseums jedoch nur wenig Beach- 
tung. Nach der Umgestaltung der Ausstellungsbereiche des 
MNHA während der 80er und 90er Jahre 
2 
des 20. Jahrhun- 
derts fielen sie in einen „Dornröschenschlaf“ in den Depots. 
Erst im Rahmen der Ausstellung Le Grand Ouvrage in der Lu- 
xemburger National bibliothek vom 12. Dezember 2003 bis 
31. März  2004 (MANNES 2003, 255-262) wurden sie erneut 
der Öffentlichkeit präsentiert: teilweise durch Fotos im Aus- 
stellungskatalog, teilweise als Exponate in der Ausstellung 
selbst. Allerdings wurde bei diesem Anlass fast nichts zu den 
Objekten geschrieben, sie dienten lediglich als „dekorativer 
Blickfang“. 
Diese Situation sollte sich erst im Herbst 2012 ändern, als 
sich die Luxemburger Masterstudentin Manon Schutz (Uni- 
versität Oxford, vorher Universität Trier) für einen, in Le 
Grand Ouvrage abgebildeten Sargdeckel aus den Sammlungen 
des MNHA interessierte 
3 
und mit dem Centre National de re- 
cherche archéologique (CNRA-MNHA) Kontakt aufnahm. Bei 
der anschließenden Untersuchung dieses Sargdeckels aus der 
römischen Epoche Ägyptens nahm M. Schutz auch gleich die 
übrigen ägyptischen Objekte in Augenschein und initiierte – 
durch ihre kundige Beurteilung – eine Neuinventarisierung 
sowie die weitere Erforschung der Luxemburger Ägyptia- 
ca. An diesem vom MNHA geleiteten Projekt ist als Fach- 
wissenschaftlerin auch Dr. Heidi Köpp-Junk (Ägyptologie, 
Universität Trier) beteiligt, die durch ihren langjährigen Er- 
fahrungsschatz dafür besonders prädestiniert ist: Die Ägyp- 
tologin geht neben ihrer universitären Laufbahn bereits seit 
1990 einer intensiven Ausgrabungstätigkeit für das Deut sche 
Archäologische Institut Kairo, das Roemer- und Pelizaeus- 
Museum in Hildesheim und andere Institutionen nach, wo- 
bei ihr umfangreiche Fundbearbeitungen wie z.B. die des 
Pyramidentempels in Dahshur oder des Königsgrabes des 
Pharaos Chasechemui in Abydos oblagen. Zusammen mit 
M. Schutz wird sie die Objekte untersuchen und ausführlich 
beschreiben. Weiterhin vermittelte sie wichtige Kontakte, so 
zu Dr. Katja Lembke (Direktorin des Landesmuseums Han- 
nover, D), die den Kontakt zu Restauratoren herstellte (siehe 
unten). Am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (Reiss- 
Engelhorn Museen Mannheim, D) wurden verschiedene 
naturwissenschaftliche Analysen (Computertomographie, 
DNA, C14 usw.) durchgeführt, die weitere interessante Infor- 
mationen über die menschlichen Überreste liefern werden, 
z.B. zu ihrem Alter oder zum Mumifizierungsverfahren. Au- 
ßer den kunstgeschichtlich-archäologischen und den natur- 
wissenschaftlichen Untersuchungen sollen einzelne Objekte 
der Sammlung auch durch eine Restaurierung aufgewertet 
werden. Dies gilt vor allem für ein seltenes, sogenanntes 
Mumiennetz, welches der Diplomrestaurator Jens Klocke 
(Fachhochschule Hildes heim) wieder in einen präsentablen 
Zustand bringen wird. Schließlich ist das Ziel des gemein- 
schaftlichen Projekts nicht nur die Veröffentlichung der ägyp- 
tischen Sammlung des MNHA, zu der auch Bronzefiguren, 
Uschebtis und Perlenketten gehören, sondern auch diese lange 
Ägyptische	Schätze	–	wiederentdeckt,	restauriert,	erforscht 
Das	Musée	national	d’histoire	et	d’art	Luxembourg	und	die	Ägyptologie	der	 
Universität	Trier	starten	ein	gemeinsames	Projekt	zur	Veröffentlichung	der	 
in	Luxemburg	befindlichen	ägyptischen	Sammlung 
H.	Köpp-Junk,	F.	Dövener 
1 
 Gegründet 1868, entstanden u.a. aus der Société archéologique bzw. der 
Société pour la Recherche et la Conservation des Monuments historiques dans 
le Grand-Duché de Luxembourg (ab 1845). – Diese Schenkungen sind in den 
Publications de la Section Historique de l’Institut Grand-Ducal (PSH) publiziert. 
2 
 Der Umbau war auch eine Folge der Abtrennung der naturhistorischen 
Sammlungen zu einem eigenen Museum, dem Musée national d’histoire natu- 
relle (MNHN) zwischen 1986 und 1996. 
3 
 Bereits 1873 war dieser Sargdeckel das Thema eines Vortrages des 
Luxemburger Altertumsforschers Johann Engling; dementsprechend wird die 
Luxemburger Forschungs- und Sammlungsgeschichte ein weiterer Aspekt des 
Projekts sein.
	        

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