89 Empreintes 2009 Abb. 1 Gesamtplan der Grabungen in Wasserbillig „Parking Douane“ 2002-2003. geändert hat, sind auch typologische Merkmale der Ofen- konstruktionen kaum für eine Datierung dienlich 12. Eine naturwissenschaftliche Datierung der Holzreste aus dem Heizkanal der Öfen, mittels Radiokohlenstoffdatierung, kam bedauerlicherweise nicht in Frage, da die Ausgrabung am Neujahrstag 2003 durch das Mosel-Sauer-Hochwasser, und damit einhergehend, durch einen Rückstau im Abwasserka- nal mit Fäkalien überflutet wurde. Von Vorteil für die Ausgräber war jedoch, dass sich die Öfen zumindest relativchronologisch datieren ließen. Der größere der beiden Öfen (Ofen 1) wurde durch den Bau einer Keller- anlage, deren Aufgabe sich in das 17. Jahrhundert datieren lässt, geschnitten. Der unmittelbar daneben liegende Ofen 2 wurde sowohl durch einen modernen Abwasserkanal wie auch, in Ost-West-Richtung durch einen Graben gestört. Dieser Graben, der über eine Länge von ca. 20 Metern nach- gewiesen werden konnte, durchschlug die Ofenwandung und den Heizkanal und zerstörte so etwa Zweidrittel des Ofens (Abb. 2). Die Verfüllung dieses Grabens bestand im unteren Bereich aus vermutlich fluvialen Ablagerungen mit z.T. rot- braunen bis schwarzbraunen Eisen- und Manganausfällun- gen. Bei Freilegen des Befundes konnten einige wenige Kera- mikfragmente geborgen werden, die die Verfüllung und damit die Aufgabe des Befundes sicher in das Mittelalter datieren.