39 Empreintes 2009 Sektion versehen (z.B. A steht für die Gemeinde Junglinster und y steht für die Sektion (Ortschaft) Gonderange und z für die Sektion Bourglinster. Die den Buchstaben nachge- stellte Zahlenfolge (Ay1, Ay2, Ay3…) entspricht innerhalb der Gemeinde und der(n) dazugehörigen Sektion(en) der jeweiligen Prospektionseinheit. Mehrere Prospektionsein- heiten können somit eine Fundstelle ergeben. Aber auch eine Prospektions einheit kann mehrere Fundstellenkonzentra- tionen unterschiedlicher Zeitstellung beinhalten. Objekte, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt werden konnte, von denen wir jedoch den Flurnamen und die Gemeinde oder andere Hinweise betreffend einer ungefähren Zuordnung hatten, wurden mit dem entsprechenden Buchstaben des Fundstellenkomplexes beschriftet. Um sie von den sicher zu- geordneten Fundstücken unterscheiden zu können, erhielten sie zusätzlich eine römische Nummer (Bsp.: FK Ay-III). Alle Funde ohne Loka lisierung oder Fundortangabe wurden fort- laufend mit dem Buchstaben S versehen und mit römischen Zahlen S-I, S-II usw. ergänzt. Der Buchstabe S wurde deshalb gewählt, weil er im Markierungssystem des Finders fehlte und damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Bei einigen wenigen Objekten, die der Sammler bereits selbst markiert hatte, sei auf eine Besonderheit hingewiesen, die uns freundlicherweise seine Witwe übermittelte. Sind ein, zwei oder drei Punkte hinter dem Fundkomplex-Kürzels ge- malt, stehen diese stellvertretend für jeweils eine seiner drei Töchter, die ihn zeitweilig bei seinen Prospektionsgängen begleitet haben. Die von Herrn Wagner selbst gezeichneten Karten konnten bei dem Übertrag auf 1:20.000 Kartenblätter der Topogra- fischen Karte zum Teil mit heutigen Parzellenverläufen oder zusammenhängenden geographischen Gebieten (Wald- grenzen) des Katasters lokalisiert werden. Viele Fundstel- lenkomplexe konnten auch anhand kleiner Skizzen, Fund- zettelangaben kombiniert mit Flurnamen und Ortsangaben nachträglich lokalisiert werden. Diese Arbeit glich einem Puzzle aus vielen Einzelangaben und Fragmenten. Bis zum Abschluss der Fundbearbei- tung konnten von den mehr als 370 Prospektionseinheiten 315 exakt lokalisiert werden (Abb. 3) (Rick 2006a). Bei ¾ der Prospektionseinheiten konnten die exakten Ost- und Nord- koordinaten und bei ¼ der Prospektionseinheiten die un- gefähren Koordinaten ermittelt werden. Bei einer weiteren Analyse der Prospektionseinheiten, mit Abgleich der bereits im Museum registrierten Fundstellen von anderen Kollek- tionen oder aus der carte archéologique, könnten sicherlich weitere Fundstellen ermittelt werden.  1 Die Sammlung von Joseph Herr aus Diekirch wurde kurz nach dem Eingang der Sammlung Roger Wagner im Jahre 2005 dem Museum übergeben (Inv.-Nr. 2005-80).  2 Da bis heute die einzelnen Fundstellenkomplexe noch nicht in zusammen- gehörende Fundstellen getrennt sind und sich in kleinräumlichen Gebieten mehrere Zeitstellungen nachweisen lassen, wird im Text von Prospektionseinheiten ge sprochen, die der Einteilung und Bezeichnung des Sammlers (Wagner) folgen.  3 Jeder Fundstellenkomplex kann sich in mehrere Prospektionseinheiten unter- gliedern. Mehrere Prospektionseinheiten bzw. mehrere Fundstellenkomplexe können möglicherweise eine Fundstelle ergeben oder aber ein Fund stellen- komplex bzw. eine Prospektionseinheit kann mehrere Fundstellen unterschied- licher Zeitstellungen beinhalten. Abb. 4 Die Fundstellenkomplexe C, D, E, F, G, H und I nach Wagner (Archiv MNHA).